Beobachtung und Dokumentation

Wir setzen das alltagsintegrierte Beobachtungs- und Dokumentationsverfahrens „DIALOG“ ein, das für Einrichtungen mit waldorfpädagogischer Ausrichtung entwickelt wurde. Unser Anliegen ist es die Kinder wahrzunehmen in ihrer Persönlichkeit und deren Äußerung. Welcher Mensch steht mir hier gegenüber? Was bewegt ihn, was blockiert ihn, wo will er hin, was zeichnet ihn aus, was sind seine persönlichen Entwicklungsaufgaben, wie ist sein persönliches Entwicklungstempo? Wie erleben wir ihn im Kindergarten, wie erleben ihn die Eltern?
In gemeinsamen Team- und Elterngesprächen tauschen wir uns über diese Wahrnehmungen aus und leiten aus dem Nachempfinden des kindlichen Ausdrucks unser pädagogisches Handeln ab. 

Unsere Pädagog*Innen können aber auch weitere gängige Beobachtungsbögen hinzuziehen, wenn sie dies als sinnvoll erachten. Wir bieten zudem die Möglichkeit mittels Tablet-Computern Beobachtungen durchzuführen, da dies Durchführung und Dokumentation vereinfacht und auch im wirbeligen Kindergartenalltag draußen wie drin niederschwellig angewendet werden kann. Entscheidend ist die innere Haltung, aus der heraus das Kind wahrgenommen wird. Das Dokumentationsmedium sollte als Hilfsmittel möglichst einfach anwendbar sein. Über entsprechende datenschutzkonforme Softwarepakete können Team und Eltern auf diese Weise miteinander zu einem ganzheitlichen Bild des Kindes beitragen und in persönlichen Gesprächen über den Entwicklungsstand ihres Kindes in Austausch treten. 

Wir setzen ergänzend Portfolioarbeit als Methode ein, die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes zu dokumentieren. Portfolios sind systematisch und individuell angelegte Sammlungen von Produkten der Kinder im Kindergarten. Wir nutzen „Schatzkisten“ = Eigentumskisten mit einem Fotoalbum, um für das Kind wertvolle Bilder, Gestaltungs- und Sammelstücke aufzubewahren. Das Kind wird aktiv in den Dokumentationsprozess mit einbezogen, indem es selbst bestimmt welche Produkte in die Schatzkiste gehören. Auch die Eltern sind aufgefordert, Fotos und Erinnerungen festzuhalten, die für ihr Kind eine Bedeutung haben, und diese im Fotoalbum zu integrieren. Die „Schatzkisten“ stehen Kindern und Eltern jederzeit zur Einsicht und Bearbeitung zur Verfügung. Der Datenschutz wird durch Vereinbarungen mit den Kindern dergestalt gewährleistet, dass jeder nur in seine eigenen Kisten schauen darf und die „Einsicht in fremde Schätze“ nur mit Zustimmung der*s Eigentümerin*s erfolgen darf.

Gemäß der „Verordnung zur Durchführung der Sprachstandsfeststellung und kompensatorischen Sprachförderung (SprachfestFörderverordnung – SfFV)“ des Landes Brandenburg nehmen wir am Verfahren der Sprachstandsfeststellung teil. Gesa König trägt in unserem Team hierfür die Verantwortung und hat sich entsprechend weitergebildet.